Politik in Australien

Australien ist seit 1901 ein föderativer Staat mit Regierungssitz in der eigens dafür gegründeten Hauptstadt Canberra. Jeder Bundesstaat hat seine eigene Regierung. Für die Zentralregierung wurde das Zweikammersystem (Unter- und Oberhaus) aus England übernommen. Größte politische Gruppen sind Linke (Labor) und Rechte (Koalition aus liberalen und nationalen Parteien.) Regierungschef ist der Premierminister.

Australien ist Mitglied des britischen Commonwealth, das sich zwar selbst regiert, dessen nominelles Staatsoberhaupt aber die britische Königin ist. Ein Generalgouverneur ist der nationale Vertreter der Monarchie, wobei in der letzen Zeit heftig über die Zukunft als Republik diskutiert wird. Die Befürworter des jetzigen Systems argumentieren, dass die Staatsform wesentlich zu einer der stabilsten Gesellschaften der Welt beigetragen hat, Gegenstimmen argumentieren, dass der Treueeid auf die britische Königin kaum Bedeutung für eine Bevölkerung habe, die aus Einwanderern vieler unterschiedlicher Nationen besteht. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis Australien offiziell Republilk wird. Der Nationalcharakter ist von der Insellage und der dünnen Besiedlung geprägt, weit entfernt von den europäischen Wurzeln und Südostasien geografisch viel näher. Immer stärker setzt sich die Erkenntnis durch, dass das Land seinen Blick in die Zukunft stärker auf die Pazifikregion richten muss. Schon jetzt werden die Geschäftsbeziehungen zu Indonesien und Japan intensiviert.